Spaß im Alltag
Wie man auch im Alltag Spaß haben kann:
(Vier Möglichkeiten, wegen groben Unfugs eingesperrt zu werden.)
Kein Grund zur Panik, hier wird nicht dazu aufgefordert, nackt durch die
Fußgängerzone zu laufen. (Es ist schließlich nicht verboten, Leute zum Lachen zu
bringen.)
1. Operation Goldrausch
Für diesen kleinen, aber recht unterhaltsamen Gag brauchen wir eine Pfanne und
etwas, was nach Gold aussieht. (Entweder man kauft sich für 10 Deutsche Mark ein
1/10 Unzen Nugget, man klaut etwas Pyrit aus der Mineraliensammlung des kleinen
Bruders oder zerknüllt eine Ferrero Rochee-Alufolienverpackung.) Mit diesem
Gerät stellt man sich nun an den nächsten Brunnen des Markt- oder Rathausplatzes
und wäscht mit der Pfanne "Gold" aus der Blumenerde. Nach wenigen Minuten dürfte
dann der eine oder andere Rentner mit seinem Dackel vorbeistolpern und fragen,
was man denn da so mache.
Man hüpft aus dem Beet und zeigt ihm die Pfanne, die man vorher mit
Pyritkrümmeln und Blumenerde präpariert hat und erzählt ihm, dass man hier durch
Goldsuchen sein Studium finanziert.
Spätestens nach ner halben Stunde steckt man dann in der Klapse und hat später
seinen Enkeln am Kaminfeuer was zu erzählen.
2. Operation Schilderwald
Um diesen kleinen Spaß auszuführen, brauchen wir einen Schraubenzieher, einen
passenden Schraubenschlüssel und einen blauen Overall. Mit diesem "Blaumann"
bekleidet geht man dann auf die Hauptstraße und montiert Straßenschilder ab, um
sie an anderer Stelle wieder aufzustellen (Lustig ist zum Beispiel ein
Einbahnstraßenschild in einer Sackgasse, oder ein Tempo 100-Schild in der
Spielstraße). Die Wahrscheinlichkeit, gestört zu werden, ist relativ gering, da
die Teile niemandem privat gehören, also auch niemand auf sie aufpasst, und
jeder glaubt, der Kerl mit dem Overall kommt von den Stadt- oder Gaswerken oder
sonst wo her. Wer Spaß dran hat, kann auch ein kleines Formular basteln, falls
doch jemand fragt, und behaupten, dass die Schilder dioxinverseucht oder AIDS-
krank sind.
3. Operation Friedenstaube
Dieser Gag ist besonders einfach. Man braucht dafür nur einen Käscher (vom
Gartenteich des Nachbarn) und ein Fernglas. Nun stellt man sich auf den
Marktplatz und beobachtet mit dem Fernglas die (zwei Meter entfernten) Tauben.
Wenn man nach zehn Minuten noch nicht angesprochen wurde, geht man auf einen
Passanten (am besten die Zeugen Jehovas zu und bittet ihn, einem zu helfen.
Man erzählt ihm, dass bei den letzten Olympischen Spielen eine der weißen
Spezialzuchttauben nicht wieder zurückgekehrt ist, und sich irgendwo hier
herumtreiben soll. Fordere ihn dazu auf, eine der Tauben zu fangen. Leih ihm
dafür den Käscher. Falls er Erfolg hat, zeig ihn wegen Tierquälerei an!
4. Operation Feuerteufel
Für die Operation Feuerteufel brauchen wir nur einen alten Hut, den man sich in
jedem Lokal, oder für die Satanisten unter uns, auch auf dem Friedhof besorgen
kann. Damit stellt man sich in einer halbwegs belebten Straße an eine Hauswand
und drückt den Hut dagegen.
Jetzt spricht man einen Passanten (wie immer: am Besten einen Rentner)
freundlich an, und erklärt ihm, dass man mit dem Hut einen seltenen Feuerteufel,
eine kleine Echsenart, gefangen hat.
Man stellt klar, dass man schnell einen Käfig besorgen müsse und fragt ihn, ob
er nicht kurz den Hut halten könnte, bis man den Käfig geholt hat. Man sollte
ihn vielleicht noch warnen, dass der Feuerteufel sehr gefährlich, da giftig,
sei, und er daher den Hut nicht von der Wand abheben dürfe. Außerdem könnte das
Tier dann ja flüchten. Wenn man ihn dazu überredet hat, verdrückt man sich und
lässt den Kerl ein paar Stunden in der Sonne stehen.
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